elisees kliniken

Anfrage senden! email us at : info@elisees.de

Magen-/ Darm-Check-Up


Gastro- und Koloskopie (Magen- und Darmspiegelung)

Gastroskopie- Magenspiegelung
Magen- beziehungsweise Darmspiegelungen helfen, bösartige Veränderungen der Verdauungsorgane frühzeitig zu erkennen. Bei einer Magenspiegelung wird die Speiseröhre, der Magen und oft auch der Zwölffingerdarm untersucht. Der Arzt ordnet sie unter anderem bei anhaltenden Schluckstörungen und Oberbauch-Beschwerden oder bei häufigem Sodbrennen an.Der Arzt schiebt bei der Untersuchung ein mit Kunststoff ummanteltes, knapp einen Zentimeter dickes Bündel aus Glasfasern und Instrumentenschläuchen über Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre und Magen bis zum Zwölffingerdarm vor. Die Glasfasern leiten Licht in den dunklen Magen und

Bilder zum Betrachter, der sie mit einem Okular oder auf einen Monitor sehen kann. Mit dem Endoskop lassen sich Verätzungen in der Speiseröhre, Geschwüre der Magenschleimhaut und des Zwölffingerdarms sowie Polypen und Krebsherde erkennen. Eine kleine Zange im Endoskop ermöglicht die schmerzlose Entnahme von Gewebeproben für eine spätere Untersuchung. Polypen und kleine Blutungen kann der Arzt mit kleinen

Instrumenten durch den Schlauch des Endoskops behandeln.
Mindestens sechs Stunden vor einer Magenspiegelung darf man nichts mehr essen. Damit man den Kunststoffschlauch schlucken kann, sprüht der Arzt ein Betäubungsmittel in den Rachen. Auf Wunsch kann man sich zusätzlich ein Beruhigungsmittel geben lassen.

Koloskopie- Darmspiegelung
Bei einer Darmspiegelung schiebt der Arzt den Endoskopschlauch durch den After, über den Enddarm in den Dickdarm und den letzten Abschnitt des Dünndarms vor. Er kann dabei Entzündungen,

Polypen oder Krebsherde entdecken und Gewebeproben entnehmen. Polypen werden, wenn möglich, gleich mit Instrumenten im Endoskop entfernt und auf bösartige Anteile hin untersucht.
Am Tag vor der Spiegelung wird der Darm mit Abführmitteln entleert. Dazu kommt eine Reinigungslösung einige Stunden vor der Untersuchung. Für freie Sicht muss der Arzt zudem etwas Luft in den Darm leiten, was viele Betroffene als unangenehm empfinden.

Abhilfe schaffen Beruhigungs- oder Schmerzmittel. Vor einer Magen- oder Darmspiegelung sollte man dem Arzt sagen, ob man blutverdünnende Arzneistoffe wie Acetylsalicylsäure oder Cumarine einnimmt, schwanger oder herzkrank ist oder schon einmal am Magen oder Darm operiert wurde.

Neuartige, schonende Untersuchung des Dünndarms mit einer neuartigen Methode: Eine Mini-Kamera durchwandert dabei den Verdauungstrakt und funkt zweimal pro Sekunde Bilder nach außen, die später von den Experten ausgewertet werden

Bislang schieben die Ärzte bei Spiegelungen von Magen oder Darm ein schlauchförmiges Endoskop in die Untersuchungsregion, mit dem sie sich die Veränderungen genauer ansehen und sogar Gewebeproben entnehmen können. Was bei Magen, Zwölffingerdarm und Dickdarm gut, stößt beim Dünndarm auf Probleme. Denn der liegt etwa in der Mitte des Verdauungstraktes und ist durch Mund oder After nicht zu erreichen. Dünndarm-Spiegelungen sind daher bislang mit einer Operation verbunden, in der der Chirurg Bauchdecke und Darm mit einem kurzen Schnitt öffnet, durch den die Ärzte dann das Endoskop fädeln können. Die Kapsel-Endoskopie ist in solchen Fällen schonender Das Prinzip ist pfiffig: In einer Kapsel von der Größe eines Zäpfchens stecken eine Mini-Digitalkamera, ein kleines Blitzgerät, ein Sender und eine Batterie. Auf dem Bauch trägt der Patient acht Sensoren, die als Empfänger fungieren. Sie sind mit einem Datenrekorder verbunden, der am Gürtel des Patienten befestigt ist und die empfangenen Bilder aufzeichnet.

Wird die Kapsel geschluckt, durchwandert sie – ähnlich wie normalerweise der Nahrungsbrei – den Verdauungstrakt und schießt dabei zweimal pro Sekunde ein Foto, das sie an die Sensoren sendet. Der Patient soll sich dabei ganz normal verhalten; er darf lediglich einige Stunden vor Beginn der Untersuchung und nach Einnahme der Kapsel nichts essen, da der Nahrungsbrei bei der Aufnahme stören würde. Nach der Untersuchung sichtet der Arzt den aufgenommenen Film.

Schwierig wird es, wenn die Ärzte bei der Endoskopie Schädigungen oder Tumore finden, die sie operieren müssen. Da sie aus der Wandergeschwindigkeit der Kapsel und der Zeit, zu der sie die kranke Dünndarmstelle passiert hat, nur ungefähr schließen können, wo die Schädigung liegt, kommt der Patient in einem solchen Fall momentan um eine herkömmliche intraoperative Endoskopie nicht herum.